Ungefähr 300 Menschen protestierten am 22. Juli 2006 in einem großen Demozug gegen das Tierversuchslabor Covance in Münster. In dem Labor werden weiterhin hunderte Affen gequält und getötet. Der Skandal aus dem Jahr 2003 als ein Journalist die brutalen Tiermisshandlungen hinter den Mauern von Covance aufdeckte, hat für die Betreiber kaum Konsequenzen gebracht. Noch immer sind dieselben Täter am Werke, noch immer werden sie von Behörden, Politik und Justiz gedeckt. Die Demo setzte auch Zeichen gegen das Vergessen. Der Protestzug sorgte dafür, dass die Münsteraner sich erinnern mussten, an das, woran sie sich nicht gerne erinnern wollen. Daran, dass nur weniger Kilometer entfernt, tagtäglich fühlende Lebewesen von empathielosen Sadisten zu Tode gequält werden.
Trotz der anhaltenden Proteste, wird das Affenlabor derzeit ausgebaut. Zur Zeit werden in Münster etwa 1500 Affen gefangen gehalten. Nach eigenen Angaben sterben jährlich etwa 1000 von ihnen. Das Unternehmen versucht zudem eine eigene Primatenzucht in Europa zu etablieren.
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