Die Münsteraner Initiative für Tierrechte e.V. unterstützt das Organisationsteam des Tierbefreiungskongresses 2009. Vom 27. bis 30. August 2009 findet dieser auf der ‘Burg Lohra’ im südlichen Vorharz, - zwischen Göttingen und Erfurt - statt.
Und ja, es ist wirklich eine Burg - mit Gräben, historischen Gebäuden, einem tiefen Brunnen, verfallenen Steinwerken… Fast schon ein Sinnbild für die Tierbefreiungsbewegung. Auch hier bröckelt das Mauerwerk und verlaufen teils tiefe Gräben. Nicht allein die zunehmende Repression gegen AktivistInnen, die für die Befreiung der Tiere kämpfen, erscheint immer mehr als unüberwindbare Mauer. Die Probleme der Tierbefreiungsbewegung sind vielschichtig. Kongresse bieten hier eine gute Möglichkeit, gemeinsam nach Lösungsmöglichkeiten zu suchen. Mit diesem Treffen wollen wir an die vorangegangenen Kongresse anknüpfen und den dort gestarteten Prozess einer kritischen Reflexion auf unser Bewegungshandeln und auf unsere Theoriebildung fortentwickeln. Und damit die Auseinandersetzung tatsächlich die gesamte Bewegung betrifft, ist es wichtig, dass Du Dich einbringst!
Am Samstag den 13. Juni 2009 zogen in Münster circa 350 Menschen durch die Innenstadt und demonstrierten lautstark gegen den Pelzverkauf der ESCADA AG sowie gegen das Tierversuchslabor COVANCE.
Ein Redebeitrag vor der Escada-Filiale machte ein weiteres Mal deutlich, was die Forderungen der Escada-Campaign sind: „Wir fordern kein weniger an Pelz, wir fordern, dass Escada Pelz komplett aus den Regalen nimmt!“ Während des Redebeitrags verteilten Demoteilnehmer_innen zahlreiche Flugblätter an interessierte Passant_innen. Vor und nach dem Redebeitrag ließ das lautstarke Skandieren von Sprüchen wie „Pelzhandel Stopp – Escada Boykott“ bei Umstehenden und Escada-Mitarbeiterinnen keinenZweifel bezüglich Forderungen und Entschlossenheit der Demonstrant_innen.
Bei einer Kundgebung in der Salzstraße wurden die zahlreich anwesendenPassant_innen erneut an das leider immer noch bestehende Labor vonCOVANCE in Münster und die dort täglich stattfindenden Greuel erinnert.
(Foto: Michael Schulze von Glaßer)
Am Abend schließlich fand im Kulturzentrum DonQuijote eine Antirepressions-Veranstaltung mit zwei der von den §278-Verfahren in Österreich Betroffenen und einem Sprecher der Schwarz-Roten Hilfe Münster statt. Nach einem ausführlichen Bericht der Betroffenen über die Repressionsmaßnahmen gegen die Tierrechts-/Tierbefreiungsbewegung in
Österreich, die Verhaftungen, die Erlebnisse im Gefängnis und die Zeit danach, gab die Schwarz-Rote Hilfe eine Einschätzung und Einordnung der Geschehnisse. Das Vorgehen des Staatsapparates in Österreich sei kein Einzelfall, sondern werde bei allen sozialen Bewegungen angewendet, die Wirkung erzielen. Zudem wurde deutlich gemacht, dass die Paragraphen 129/278 im Grunde Ermittlungsparagraphen seien, um Bewegungen zu lähmen und deren Strukturen zu durchleuchten.
Die MIT e.V. dankt allen Teilnehmer_innen für ihre Beteiligung, ganz besonders der Schwarz-Roten Hilfe Münster und den Österreicher_innen, die extra diese weite Reise auf sich genommen haben!
Am 13. Juni 2009 findet nun definitiv die geplante Großdemonstration gegen das Tierversuchslabor Covance und den Pelzhandel bei der Escada AG statt! Treffpunkt ist am Berliner Platz (gegenüber Hauptbahnhof) um 12 Uhr. Weitere Informationen sind in Kürze hier erhältlich! Bitte haltet Euch den Termin frei und kommt nach Münster!
Die Erfahrung hat gezeigt, das folgender Hinweis notwendig ist, um vor Ort Ärger zu vermeiden: Wir bitten darum Parteifahnen u.ä. daheim zu lassen, da wir als Verein (u.a.) keiner Partei angehören und uns daher auch so nicht präsentieren möchten. Zudem möchten wir an diesem Tag nicht mit Sekten oder ähnlichen Gruppierungen demonstrieren und keine offensichtlich anti-emanzipatorischen Inhalte vermitteln.
Schlafplätze können leider nicht gestellt werden und müssen privat organisiert werden. Eine gute Anlaufstelle sind diverse Internetforen und in Münster u.A. die Backpacker Sleep-Station, wo es vor allem für Kleingruppen günstige Schlafgelegenheiten gibt: http://www.sleep-station.de/
WEITERER TERMIN: am 13. Juni (also selber Tag) wird es um 20 Uhr eine Veranstaltung im DonQuijote (Scharnhorststr. 57) zusammen mit der Schwarz-Roten-Hilfe Münster geben:
Antirepressions-Abend
Repression ist eine ständige Bedrohung für alle sozialen Bewegungen. Am Beispiel der §129a-Verfahren (Bildung terroristischer Vereinigung) in Deutschland bzw. der §278a-Verfahren (Bildung krimineller Organisation) in Österreich soll zusammen mit der Schwarz-Roten Hilfe Münster über das Thema, aktuelle Fälle und die zu erwartende Zunahme staatlicher Repression gesprochen werden. Zwei bis vor kurzem inhaftierten TierbefreiungsaktivistInnen der aktuellen 278a-Verfahren in Österreich werden aus erster Hand von ihren Erfahrungen erzählen.
Die Veranstaltung ist an alle Menschen aus verschiedenen sozialen Bewegungen gerichtet, welche bisher leider viel zu wenig über die Repressionen gegen die Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung wissen. Wir halten dies aber für enorm wichtig, denn vermutlich werden eben diese dort erprobten Methoden und Strategien zukünftig auch gegen andere Bewegungen verwendet werden. Informiert Euch, schützt euch, seid solidarisch, denn getroffen hat es bisher wenige, gemeint sind wir aber alle!
Mobilisierungsmaterial digital:
Das Plakat für die Demo findet ihr hier.
Das Plakat für die Abendveranstaltung findet ihr hier
Bitte baut auch das Banner (siehe oben) zur Demo bei Euch auf die Website o.ä.
Mobilisierungsmaterial print:
Mobilisierungsmaterial könnt ihr bestellen unter
info@tierrechte-muenster.de
Über eine Spende zur Unkostendeckung auf unser Spendenkonto (MIT e.V. Konto: 4021133900 GLS-BANK BLZ: 43060967, Betreff "Spende Demo 2009") würden wir uns sehr freuen!
In den Städten Osnabrück, Bielefeld und natürlich Münster veranstaltete die Münsteraner Initiative für Tierrechte e.V. in Zusammenarbeit mit verschiedenen Einzelpersonen und Gruppen eine Vorstellungsreihe des Buches "Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen" (ISBN13: 9783865690142). Vor Ort informierte die Herausgeberin Susann Witt-Stahl über Inhalte und Vorhaben des Buchprojektes. Ein Schwerpunkt der Abendveranstaltungen war u.A. auch ein kritikscher Blick auf das Verhältnis zwischen Theorie und Praxis der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung und anderen politischen Bewegungen, sowie ein kurzer Einblick in die Bedeutung der Verknüpfung von ökonomischen Gesellschaftsverhältnissen und allgegenwärtiger Tierausbeutung. Da wir auf drei erfolgreiche, informative und hoffentlich fruchtbare Abende zurückblicken, dankt die MIT e.V. vor allem Susann Witt-Stahl, allen an der Planung und Durchführung beteiligten Menschenund natürlich allen Gästen der Buchvorstellung.
Vom 2. bis 4. Dezember 2008 veranstaltet die Münsteraner Initiative für Tierrechte e.V. in Zusammenarbeit mit anderen Gruppen und Einzelpersonen eine Buchvorstellung des Buches "Das steinerne Herz der Unendlichkeit erweichen" in Münster, Osnabrück und Bielefeld. (Hrsg.: Susann Witt-Stahl).
Im Anschluss an die Veranstaltungen findet jeweils noch eine offene Diskussionsrunde statt.
Wir laden herzlich zur Buchvorstellung ein und hoffen auf einen interessanten und spannenden Abend.
Weitere Informationen zum Buch und der Veranstaltung (u.A. das Editoral) finden Sie auf der Website der Tierrechtsaktion Nord.
Von AktivistInnen gegen den Pelzhandel der ESCADA AG zur Hilfe gerufen, besuchte am vergangenen Samstag (27.09.08) Sherlock Holmes mit seinem Spurensicherungsteam die ESCADA-Filiale in Münster.
Bevor der berüchtigte Detektiv seine Arbeit aufnahm, wurde der "Todort Escada" großflächig gekennzeichnet. Mit Kreide wurden die Überreste des blutigen Pelzhandels des ESCADA-Konzerns umrandet, begleitet von neugierigen Blicken der PassantInnen. Diese wurden während der nächsten vier Stunden per Megaphon, Fluglätter und an einem Infotisch über den Tathergang, seine Hintergründe und seine Folgen für sog. "Pelztiere" aufgeklärt. Für die Opfer kam leider jede Hilfe zu spät - nur noch ein stinkender Käfig und die Überreste ihrer Haut ("Pelz") ließen das Grauen erahnen, das ihnen widerfahren sein muss. Beim Anblick der vor ihm ausgebreiteten Pelze stellt Sir Sherlock Holmes fest (Übersetzung):
"Offenbar wurden hier fühlende Lebewesen umgebracht, um aus ihrer Haut Kleidung herzustellen. Ich bin schockiert über die Brutalität dieser Tat und habe keine Zweifel, dass die ESCADA AG hierfür mit verantwortlich ist." Der Konzern zeigt indes keine Reue und fährt mit seinem blutigen Handwerk fort. In den kommenden Wochen beginnt auf den sog. "Pelzfarmen" die "Ernte", d.h., die dort eingesperrten Tiere werden mit Abgasen erstickt oder mittels Stromschlag umgebracht, um dann in den Schaufenstern pelzverkaufender Unternehmen wie ESCADA zu hängen. Die Ermittlungen und Proteste der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung dauern derweil an.
Kurzmeldung: die restlichen 9 inhaftierten TierschützerInnen/TierrechtlerInnen aus Österreich sind wieder frei. Weitere Infos bald unter www.antirep2008.tk ...
"Zirkus - eine Welt, in der Wunder Wirklichkeit werden und der einzige Ort im Kosmos, wo man mit geöffneten Augen träumen kann".
Dieses Zitat erstrahlt von der Homepage des Zirkus Krone und macht bereits zu Beginn deutlich, auf welchem Prinzip ein solcher Zirkus fußt. Es wird verschleiert, vertuscht und schön geredet, denn neben den unterhaltenden Aspekten, wie etwa den Artisten, Clowns etc., befinden sich dort häufig nichtmenschliche Tiere in Gefangenschaft und werden des Profits wegen genutzt. Das Publikum, welches hauptsächlich die eigene Unterhaltung im Sinn hat, lässt sich schnell und gerne von einwandfreien Zuständen überzeugen. Die Besucher träumen im wahrsten Sinne des Wortes mit offenen Augen und wollen meist auch gar nicht aufwachen. Dabei benötigt es im Grunde nicht viel, um diese verlogene Scheinwelt zu verlassen; lediglich etwas Empathie und die Aufgabe der eigenen Belustigung auf Kosten Anderer.
Am 14. Juni 2008 versammelten sich rund 400 Menschen, um auf der 9. Antispeziesistischen Norddemo (www.norddemo.tk) in Münster gegen das Tierversuchslabor Covance und den Pelzhandel der Escada AG zu demonstrieren. Während der kraftvollen Demonstration wurden viele PassantInnen aufgeklärt und es wurde erneut gezeigt, dass Tierausbeutung, egal in welcher Form, nicht toleriert werden darf. Die Polizei verhielt sich weitestgehend kooperativ, so dass die Demonstration friedlich verlaufen konnte. Vor der Escada-Filiale in der Innenstadt fand dieses Jahr ein sog. Die-In statt, bei welchem sich die TeilnehmerInnen auf den Boden legten, um so symbolisch auf den tausendfachen Mord an den Tieren auf Pelzfarmen hinzuweisen, welcher unweigerlich mit dem Verkauf von Pelz zusammen hängt. Natürlich waren auch die skandalösen Festnahmen von TierschützerInnen und TierrechtlerInnen aus Österreich Thema der Versammlung (www.antirep2008.tk) – Solidarität wurde auf viele Arten gezeigt und finanzielle Unterstützung für die Betroffenen gesammelt.
Die Münsteraner Initiative für Tierrechte e.V. als Mitorganisatorin der Demonstration freut sich über die rege Teilnahme und dankt allen Mitwirkenden.
(Mehr Bilder von der Demo finden sich unter "read more".)
Bericht: Demo am 3.5. in Münster: Der Sommer naht und die Masse an Pelzprodukten verschwindet aus den Regalen der Modegeschäfte.
"Aus den Augen aus dem Sinn" ist nicht nur für Escada, welche in Münster die Pelze in Wintertagen während der Demo in den hinteren Teil des Ladens räumten, ein Leitspruch, denn auch viele Menschen meinen, dass das Leid und der Mord an Tieren zusammen mit der Wintermode verschwinden.
Die Realität sieht aber anders aus: zur Frühlings- und Sommerzeit werden die neuen sog. Pelztiere herangezüchtet, um dann im Herbst für die Wintermode dieses Jahres nach nur 7 Monaten umgebracht zu werden. Genau aus diesem Grund werden Proteste zu jeder Jahrezeit nötig sein, denn Tierausbeutung ist kein Saisonereignis, sondern findet täglich statt - ob z.B. verfremdet als "Steak" auf dem Teller, Pelz am Kragen oder direkt in den Schlachthäusern.
Nach Feierabend etwas Aufklärung? AktivistInnen demonstrierten nun zur "Feierabendzeit", um eine größere Masse über die Kampagne gegen den Pelzhandel der Escada AG aufzuklären. Ein paar Denkanstöße nach Feierabend, sich nicht nur gegen Pelz allgemein und bei Escada umzustellen, sondern auch seine eigenen Gewohnheiten zu hinterfragen, können nicht schaden.
Am Dienstag (12.02.) sollte zunächst eine Demonstration vor ESCADA stattfinden. Als die AktivistInnen vor Ort jedoch die Kundgebung einer Psycho-Sekte vorfanden und deren Reden anfänglich noch mit lautem Pfeifen störten, entschlossen sie sich spontan, den Demo-Standort vor BiBA in den Münsteraner Arkaden zu verlegen, um nicht mit den seltsamen Gestalten assoziiert zu werden.
Vor BiBA angekommen fand die Demonstration wieder den gewohnten Anklang. Viele Menschen nahmen Flugblätter über ESCADA / BiBA entgegen oder informierten sich zum Thema Veganismus am Infotisch. Ein gelungener Tag im Kampf gegen ESCADAs Pelzhandel!